Stiftung KULTURLABOR trauert um Volker Bertram

Am 26. Juli starb unser Vater und Mitstifter Volker Bertram im Kreise der Angehörigen. Seine Familie, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des von ihm gegründeten Medizintechnikunternehmens VBM Medizintechnik und die von ihm geförderten Institutionen und Mitmenschen trauern zutiefst um diesen schweren Verlust.

Stifter:innen Gitta, Volker und Carina Bertram (Foto: BURKart Studio)

Volker Bertram war ein visionärer Unternehmer, der mit seinem Engagement und seiner Führungsstärke nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen gegründet und geleitet hat, sondern sich auch gesellschaftlich stark engagiert hat.

Mit Mut, Entschlossenheit und Pioniergeist gründete er VBM Medizintechnik in den 1980er Jahren und verwirklichte seine Mission, durch innovative Medizintechnik Leben zu verbessern und zu retten. Dank seines unermüdlichen Einsatzes und mit Hilfe seiner menschlichen Führungspersönlichkeit legte er den Grundstein für ein Unternehmen, das sich in mehr als vierzig Jahren zu einem international angesehenen Hersteller von Medizingeräten entwickelt hat.

Trotz der globalen Ausrichtung ist er stets tief mit seiner Heimatstadt verbunden geblieben und verknüpfte seine internationale Sichtweise mit der aufrichtigen Wertschätzung für seine Wurzeln. Besonders lag ihm die Regional- und Stadtgeschichte am Herzen, die er gerne prominenter im städtischen Raum präsentiert gesehen hätte. Ein besonderes Anliegen war ihm immer die Kunst des Orientmalers Gustav Bauernfeind, für die er sich in den vergangenen Jahrzehnten stark interessiert hat. Er unterstützte aktiv die Vision von Gründer des Bauernfeind Museums Hugo Schmid, diesem Sulzer Maler ein würdiges Museum in Sulz zu hinterlassen. Gemeinsam mit Richard Weinzierl und Peter Vosseler konnte er zahlreiche Bilder für das Museum akquirieren.

Seit Gründung unserer Stiftung engagierte er sich auch für ein Kulturhaus in Sulz am Neckar, in dem er nicht nur das Bauernfeind Museum gesehen hatte, sondern auch einen Ort für das aktive Zusammenleben aller Sulzerinnen und Sulzer. Dazu gehört auch die aktive Schachgruppe, die er ins Leben gerufen hatte und die ihm in den letzten Jahren viel Freude bereitet hatte. Besonders gerne war er in unserem Projekt “Halle 16”, da ihm das gesellschaftlich Verbindende des Projekts gefallen hat. Man muss mit allen Leuten reden können, war einer seiner Leitsätze und das hat er in der Halle 16 aktiv getan. Das gemeinsame Singen oder Karaoke waren Veranstaltungen, bei denen er regelmäßig dabei war, aber auch Ausstellungen oder Konzerte ließ er selten ausfallen.

Er setzte sich leidenschaftlich für das Wohlergehen seiner Mitmenschen ein. Sein Wissen, seine Großzügigkeit und seine unverwechselbare Art haben die Menschen, die ihm begegnet sind, nachhaltig geprägt.

Wir sind sehr dankbar, dass seine Werte in unserer Stiftung weiterleben werden und wir uns neben einer würdigen Zukunft für das Bauernfeind Museum und einem Kulturhaus für Sulz, auch für ein diverses Kulturleben für alle Menschen gleichermaßen einsetzen können.

Carina und Gitta Bertram