Das Lied von der Erde

das chamäleon Theaterwelten hatte sich für ihren 9. Theatersommer als abendfüllendes Stück Der Weltuntergang von Jura Soyfer ausgesucht. Andreas Schnell und Dorothee Jakubowski modernisierten den Text und legten den Fokus der Inszenierung auf das Hoffnungsvolle und die Besinnung auf die Kraft des Mutes und Willens der Menschen, nach vorne zu schauen. Mit dem Stück wollten das Ensemble einen Perspektivwechsel anregen. Eingebunden in das Stück waren neben den professionellen Schauspieler:innen Kursteilnehmer*innen aus der Region und Schüler*innen.

“Wir wissen, dass sich unser Publikum ein frisches und hoffnungsvolles Stück in dieser problembehafteten Zeit wünscht. Und wir wünschen uns, diesem gerecht zu werden.“

Wir schreiben das Jahr 2023. Auf dem sonst so wunderschönen Planeten Erde läuft es nicht rund.
Um die Sphärenharmonie zu wahren, schickt die Sonne den Kometen Konrad los, sie zu zerstören.
Ein skurriles Kaleidoskop menschlicher Verhaltensweisen angesichts dieser existenziellen Bedrohung beginnt. Doch Konrad gewinnt beim Näherkommen seine ganz eigene Sichtweise auf die Erde und macht es möglich, dass diese phantastische Geschichte ein gutes Ende finden kann!

Eine Theateraufführung mit Tiefgang, bei der auch das Lachen nicht zu kurz kommt.

Nach den Aufführungen in Horb und Sulz-Glatt wurde das Stück auch noch ein letztes Mal in der Halle 16 aufgeführt.

 

Jura Soyfer, geb. 1912 in Charkiw, war ein ukrainischer Schriftsteller. 1920 musste die Familie nach Wien fliehen, ab 1931 erschienen von ihm wöchentlich politische Satiren. Sein Stück „Der Weltuntergang oder Die Welt steht auf kein' Fall mehr lang“ wurde 1936 uraufgeführt. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft und politischen Arbeit wurde er 1938 ins KZ Dachau deportiert, er verstarb 1939 im KZ Buchenwald.

 

Schauspiel 

Monika Bugala, Dorothee Jakubowski, Renate Krensel, Anne Lüdecke, Noah Velasco Paz, Rosa Maria Paz, Magdalena Rau, Swen Richter, Andreas Schnell, Nicole Teutsch, Mark Uhlich


Toncollage 
Anduena Mazeikaj, Mia Schurr, Stefan Uhlich
Nachrichtensprecherin 
Veronika Moosbuchner
Kostüme 
Dorit Gekle und Ensemble
Technik  
Andreas Schnell
Regie 
Dorothee Jakubowski
Stückbearbeitung 
Andreas Schnell und Dorothee Jakubowski

Spieldauer  2 Stunden + Pause